Berlin nimmt Abschied vom Flughafen Tempelhof

Er war der legendäre Berliner Flughafen: Der Tempelhof. In den Jahren 1948/49 trotzten die West-Alliierten der Blockade durch die UDSSR und hielten Berlin mit ihrer Luftbrücke und den weltberühmten Rosinenbomber am Leben. Eben diese Bomber flogen Tag und Nacht den Tempelhof an. Ab morgen soll alles zu Ende sein.

Der durch die Luftbrücke weltweit berühmt gewordene Flughafen war heute letztmals im Betrieb. Die letzten Maschinen haben am späten Abend während einer offiziellen Feier das fast 400 Hektar große Gelände verlassen. Vor dem Flughafengelände protestierten Menschen für die Erhaltung des 85 Jahre alten Flughafen.

Der Regierende Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit (SPD) verteidigte die Schließung des Flughafens Tempelhof. Bei aller Wehmut sei ein Flugbetrieb mitten in der Stadt aus ökologischen und Sicherheitsgründen nicht mehr zeitgemäß, so Wowereit unter einigen Pfiffen und Buhrufen bei der Abschiedsveranstaltung für den Airport. Die künftige Nutzung des Areals biete große Chancen für die Stadtentwicklung. "Wir müssen nach vorne schauen" zu gleich würdigte er auch die Luftbrücke der West-Alliierten 1948/49, daran werde erinnert werden. Die Zukunft liege im künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld, sagte Wowereit.

Datum: 
30.10.2008
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