Krisengipfel zur Rettung der Hypo Real Estate in Berlin

Gestern am späten Nachmittag schlug eine Mitteilung der Hypo Real Estate fast wie eine Bombe ein:

"Rettungspaket derzeit nicht länger gültig"

Das letzte Woche der Hypo Real Estate Group zugesagte und angekündigte Rettungspaket in einer Gesamthöhe von bis zu Euro 35 Milliarden für einen Zeitraum bis in 2009 ist derzeit nicht länger gültig. Die vorgesehenen Maßnahmen sahen zunächst eine Liquiditätslinie einer Gemeinschaft mehrerer beteiligter Finanzinstitute vor. Diese Zusage wird nicht aufrechterhalten. Die Gruppe prüft die daraus drohenden Konsequenzen für die Einheiten des Konzerns. Es wird nach alternativen Maßnahmen gesucht.

In Berlin wird zurstunde über mögliche Schritte beraten, denn bevor die Börsen am Montag früh öffnen, muss die Regierung ein neues Rettungspaket für die taumelnde Hypo Real Estate vorlegen. Die alte Bürgschaft platzte, weil die Bank viel mehr Geld benötigt als bisher bekannt wurde. Die Deutsche Bank rechnet mit einem Liquiditätsbedarf von cirka 70-100 Millarden Euro und nicht mehr 35.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sind Fachleute von Regierung, Bundesbank und der Bankenaufsicht an dem heutigen Krisengipfel beteiligt. Auch Kanzlerin Angela Merkel ist persönlich eingeschaltet.

Warum ziehen jetzt die Privatbanken ihre Zusagen zurück? Will man den Steuerzahler für die Fehler der "Banken-Zocker" bezahlen lassen? Schreien jetzt alle nach dem Staat, obwohl es eigentlich nicht nötig wäre?